Der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für die nördliche Region Hannover, Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU), hat rund 35 politisch Interessierte aus Neustadt zu einem Gespräch in Berlin getroffen. Die Gruppe aus Poggenhagen und der Kernstadt kam zu einem mehrtägigen Informationsbesuch in die Hauptstadt, um u.a. den Deutschen Bundestag zu besichtigten und sich mit ihrem Wahlkreisabgeordneten über das politische Tagesgeschäft auszutauschen.

Als Erstes informierte der Abgeordnete seine Besucher über den typischen Ablauf einer Sitzungswoche und seine Arbeit als Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz. „Genauso oft wie in Berlin bin ich aber auch im Wahlkreis unterwegs“, erklärte Hoppenstedt. Anschließend stellten die Neustädter Fragen zur Größe des Parlaments und zum Arbeitsklima angesichts der AfD-Präsenz. Die aktuelle Anzahl von 709 Abgeordneten finde er ebenfalls viel zu hoch, pflichtete Hoppenstedt den Besuchern bei. „Wenn wir aber die Wahlkreise neu zuschneiden, kriegen die Bürgerinnen und Bürger möglicherweise noch weniger von ihren Abgeordneten zu sehen“, gab er angesichts solcher Überlegungen zu bedenken. Zum Klima zwischen den Parteien im Bundestag äußerte sich Hoppenstedt weniger nachdenklich: „Sicher geht es hier nicht mehr so harmonisch zu wie in den vergangenen vier Jahren. Andererseits gibt es dadurch wieder mehr Streit um die besten Ideen“, so Hoppenstedt. „Das ist ja nicht unbedingt schlecht.“

Zum Koalitionsvertrag und der Ressortverteilung sagte der Abgeordnete, dass ihn der Verlust des Bundesfinanzministeriums ebenfalls sehr schmerze. Man könne aber damit leben, wenn man bedenke, dass es im Falle einer Jamaika-Koalition ohnehin die FDP bekommen hätte. „Und wenn daran zum zweiten Mal die Regierungsbildung gescheitert wäre, hätte die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger dafür auch kein Verständnis gehabt“, ist sich Hoppenstedt sicher. Außerdem komme das Wirtschaftsministerium und der Bereich „Bauen“ wieder in Unionshand, und das sei doch auch etwas.

Am Ende des Gesprächs kamen noch Fragen zur Alpha-E-Trasse und zu den schon jetzt sehr hohen Schließzeiten der Poggenhagener Bahnschranken auf. „Im Rahmen der Runden Tische für die Streckenabschnitte in meinem Wahlkreis werde ich mich erneut einbringen und sowohl auf die Beseitigung höhengleicher Bahnübergänge als auch auf bestmöglichen Lärmschutz pochen“, bekräftigte Hoppenstedt.

Ehe sie sich die Besucher aus Neustadt zu ihrem nächsten Programmpunkt aufmachten, besichtigten sie noch die Kuppel des Reichstages.

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