Auf Initiative von Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU) kam der Präsident der Bundesnetzagentur (BNetzA), Jochen Homann, zu einer Diskussion über den Stromnetzausbau in den Wahlkreis des Bundestagsabgeordneten. Die BNetzA ist für die Genehmigung des SuedLinks zuständig. Im Isernhagener Rathaus stellte sich Homann den Fragen von Bürgermeistern, Abgeordneten und Bürgerinitiativen. „Ich freue mich, dass es mir gelungen ist, Jochen Homann für diese Diskussion zu gewinnen“, sagte Hoppenstedt.

Homann sei als Präsident der zuständigen Genehmigungsbehörde prädestiniert dafür, zu erläutern, wie das komplexe Genehmigungsverfahren in der Praxis ablaufen wird. „Es ist gut, dass die Bundesnetzagentur den direkten Kontakt zur betroffenen Bevölkerung sucht und sich einer offenen Diskussion stellt“, lobte Hoppenstedt die von Homann so bezeichnete „Aktion Gesicht zeigen!“. Nur mit Transparenz werde es gelingen, Akzeptanz zu schaffen.

Homann erklärte, dass TenneT nach Aufforderung durch die BNetzA derzeit den Antrag auf Bundesfachplanung überarbeitet. TenneT sei aufgefordert, seine Entscheidungsgrundlagen nachvollziehbar darzulegen. Hoppenstedt: „Erst wenn widerspruchsfrei und plausibel dargelegt wird, dass der Vorschlagskorridor Mitte/West tatsächlich der Beste ist, sind die anderen Korridore aus dem Rennen!“

Die BNetzA rechnet damit, dass TenneT voraussichtlich im Herbst dieses Jahres einen überarbeiteten Antrag vorlegen wird. Sofern dieser Antrag vollständig ist, könnten dann im ersten Quartal 2016 die ca. 20 bis 25 Antragskonferenzen für die SuedLink-Trasse durchgeführt werden, so BNetzA-Präsident Homann. Die Entscheidung über den Trassenkorridorverlauf könnte dann binnen zwei bis drei Jahren fallen.

Diskutiert wurde auch über die Frage der Erdverkabelung. Positiv registrierte Hoppenstedt, dass Homann die Erdverkabelung großzügig genehmigen will. „Gerade in Ballungsräumen wie Hannover muss erdverkabelt werden“, so der Abgeordnete.

Der Gesetzentwurf von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zur Ausweitung der Teilverkabelung gehe ihm nicht weit genug: „Die Menschen sind besorgt, dass SuedLink durch ihre Stadt oder Gemeinde verlaufen wird und befürchten negative Folgen für ihre Gesundheit, die Natur und ihr Eigentum. Eine Erdverkabelung kann helfen, entstehende Konflikte zu lösen.“ Hoppenstedt will sich in den parlamentarischen Beratungen dafür einzusetzen, dass die BNetzA die Erdverkabelung sinnvoller Abschnitte vollumfänglich genehmigen kann.

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Pressemitteilung vom 25. Juni 2015

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