Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat den Übertragungsnetzbetreiber TenneT aufgefordert, seinen Antrag auf Bundesfachplanung zu überarbeiten. „Erst wenn die einzelnen Schritte der Trassenkorridorauswahl nachvollziehbar erläutert werden, kann die BNetzA öffentliche Antragskonferenzen durchführen“, erklärte der hiesige Bundestagsabgeordnete Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU).

Aus dem Antrag ist nicht deutlich genug erkennbar, wie sich die Trasse absehbar auf die Umwelt in den betroffenen Regionen auswirkt und welche raumordnerischen Konflikte damit verbunden sind. Es fehlen Angaben zur Ausführung der Stromleitung von Wilster nach Grafenrheinfeld. Insoweit wird auch nicht deutlich, wie diese Planung mit der Stromleitung von Brunsbüttel nach Großgartach zusammenhängt. Beide Vorhaben sollen aber weitgehend gemeinsam geführt werden. Die Antragskonferenzen, bei denen die Städte und Gemeinden erstmals offiziell ihre Expertise einfließen lassen können, verzögern sich deshalb.

Hoppenstedt begrüßt die Entscheidung: „Alle Fakten müssen auf den Tisch kommen, um die Belange abzuwägen und die Alternative mit der geringsten Belastung für Mensch und Umwelt zu wählen.“ Im Sinne der Akzeptanz für den Netzausbau müssten die Entscheidungen transparent und nachvollziehbar dargestellt werden. Das sei TenneT bislang nicht ausreichend gelungen. Deshalb müsse das Unternehmen nacharbeiten. Hoppenstedt rief die betroffenen Gemeinden dazu auf, den Zeitgewinn zu nutzen, um sich intensiv auf die Antragskonferenzen vorzubereiten.

Über weitere Entwicklungen beim Thema SuedLink informiert der Abgeordnete regelmäßig auf seiner Homepage.

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Pressemitteilung vom 18. Januar 2015

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