„Ich begrüße, dass SuedLink und andere neue Hochspannungsgleichstromleitungen künftig vorrangig unterirdisch verlegt werden“, erklärte der Bundestagsabgeordnete Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU) zum gestrigen Beschluss des Deutschen Bundestages. Das sei eine deutliche Verbesserung gegenüber dem ursprünglichen Gesetzentwurf von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), der noch den Vorrang für Freileitungen vorgesehen hatte. Hoppenstedt äußerte die Hoffnung, dass der verstärkte Einsatz von Erdkabeln zu mehr Akzeptanz führen und die Energiewende schneller voranbringen werde.

„Die bisherige Planung des SuedLinks mit einer nahezu unübersehbaren Zahl von Alternativen hat viele Menschen verunsichert“, sagte Hoppenstedt. Das neue Gesetz enthalte daher neben dem Vorrang der Erdverkabelung auch das Ziel eines möglichst an der Luftlinie orientierten, geradlinigen Verlaufs des Trassenkorridors. „Das wird zu einer Verringerung der in Frage kommenden Trassenvarianten und zu einem kleineren Planungsraum führen. Damit reduziert sich automatisch die Zahl der möglicherweise betroffenen Menschen“, betonte Hoppenstedt.

Aus dem Antrag auf Bundesfachplanung werde sich künftig klar ergeben, welche Abschnitte im Trassenkorridor als Erdkabel und welche ausnahmsweise als Freileitung errichtet werden sollen. „Diese Pflicht zur Kennzeichnung und die Begründungspflicht für Freileitungsabschnitte wird zu mehr Transparenz führen. Die SuedLink-Planungen werden so für die Bürger besser nachvollziehbar“, erklärte der Abgeordnete. Jetzt sei TenneT am Zug.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Zugeordnete Dokumente

Pressemitteilung vom 4. Dezember 2015

42 KB