Am Dienstag besuchte Bundestagsabgeordneter Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU) die Stadtwerke Wunstorf. Geschäftsführer Henning Radant erläuterte dem Abgeordneten, wie sich aus den vormaligen Gaswerken die Stadtwerke mit Stromvertrieb erfolgreich entwickelten.

Danach ging es um die Auswirkungen der Energiewende auf die Stadtwerke Wunstorf. „Die Energiewende war meines Erachtens richtig. Gleichwohl sind wir derzeit in einer unbefriedigenden Zwischenphase“, so Hoppenstedt. Der CO2-Ausstoß sei aufgrund der schon jetzt abgeschalteten Kernkraftwerke und des Ersatzes durch Kohlekraftwerke höher als vorher. Gleichzeitig ist aufgrund der starken Subventionierung der erneuerbaren Energien Strom viel teurer als vorher, während aufgrund fehlender Stromtrassen in den Süden der on- und offshore gewonnene Strom aus Windrädern an den Küsten Norddeutschlands gar nicht nach Bayern und Baden-Württemberg gelangt, wo er benötigt würde. „Diese Unwuchten müssen wir in Berlin zügig abbauen, damit die Energiewende zu vertretbaren Kosten gelingt“, urteilt Hoppenstedt.

Henning Radant bereitet in diesem Zusammenhang Sorge, dass der Betrieb umweltschonender Gaskraftwerke, an den auch die Stadtwerke Wunstorf beteiligt sind, derzeitig nicht rentierlich ist. „Durch den massiven Zuwachs erneuerbarer Energie werden aus betriebswirtschaftlicher Sicht zu selten zwecks Abdeckung von Bedarfsspitzen die Gaskraftwerke hochgefahren. Jeder weiß, dass wir die Spitzen abdecken müssen. Mit den Verlusten werden wir aber allein gelassen“, so Radant. Hoppenstedt konnte das gut nachvollziehen und versprach, sich für eine Lösung einzusetzen. „Besonders wichtig ist, dass wir stärker zwischen ökologisch weniger schädlichen Anlagen einerseits und Kohle-Drecksschleudern andererseits differenzieren. Das muss sich dann auch auf die Rentabilität niederschlagen.

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Pressemitteilung vom 7. Oktober 2015

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