Den Abfallwirtschaftsbetrieb Aha treibt die Sorge um, dass aufgrund von Änderungen der Düngeverordnung die Annahmestellen für Grüngut in der Region Hannover geschlossen werden müssen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hendrik Hoppenstedt teilt diese Sorgen und setzt sich dafür ein, dass es nicht so weit kommt: „Die Kritik von Aha bezieht sich auf einen Entwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums, der sich noch in einem sehr frühen Stadium befindet und noch nicht vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Dazu sind bereits 500 Stellungnahmen eingegangen, die das Ministerium aktuell auswertet und bei der Überarbeitung des Entwurfs berücksichtigen wird. Ich werde mich persönlich dafür einsetzen, dass die befürchtete Gleichsetzung von Grüngut und Gülle im nächsten Entwurf nicht enthalten sein wird!“ Dafür kann es nach Hoppenstedts Auffassung aufgrund der offensichtlichen Unterschiede auch gar keinen sachlichen Grund geben.

Gleichzeitig sei es für das Ministerium nicht einfach, die agrar- und umweltpolitischen Zielkonflikte für jeden zufriedenstellend zu beseitigen, so Hoppenstedt. Aufgrund zu hoher Nitratwerte hat die EU-Kommission beim Europäischen Gerichtshof gegen die Bundesrepublik Deutschland Klage eingereicht. „Das Ministerium muss die Vorgaben der EU umsetzen und dafür sorgen, dass die Nitratwerte in Deutschland sinken. Gleichzeitig darf es jedoch nicht zu einseitigen Belastungen kommen“, so Hoppenstedt abschließend.

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