Das vom Bund in Auftrag gegebene Gutachten zum Kosten-Nutzen-Verhältnis der Y-Trasse und den Alternativen löst beim Bundestagsabgeordneten Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU) Verwunderung aus. In den vergangenen Monaten hatte der Abgeordnete Expertengespräche geführt, die das Ergebnis des Gutachtens in Zweifel ziehen.

„Ich hatte vor allem damit gerechnet, dass der Ausbau der Bestandsverbindung im Allgemeinen und der Amerikalinie im Besonderen zu einem deutlich besseren Kosten-Nutzen-Verhältnis gelangt. Ich fürchte, dass die Gutachter die Leistungsfähigkeit einzelner Bestandsstrecken unterschätzt haben, was dann zu einer Verzerrung gegenüber den anderen Varianten, insbesondere gegenüber dem klassischen Y, geführt hat“, so Hoppenstedt. Deshalb müsse diese Frage jetzt zeitnah, vor allem gemeinsam mit der Bahn und anderen mit der Materie vertrauten Institutionen aufgeklärt werden. „Das Gutachten ist jedenfalls ein Schritt rückwärts für alle, die wie ich Zweifel an der Sinnhaftigkeit des klassischen Y haben“, erläutert der Abgeordnete, der in dem Ausbau der Bestandsstrecken neben geringeren Kosten vor allem eine deutlich höhere Akzeptanz in der Bevölkerung sieht. „Es bringt ja im Interesse des Güterverkehrs nichts, Maximallösungen anzustreben, die dann nur schwer Aussicht auf Realisierung haben“, argumentiert Hoppenstedt.

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Pressemitteilung vom 23. April 2015

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