Gut 50 Besucher aus Neustadt und La Ferté-Macé, der französischen Partnerstadt Neustadts, hat der in der nördlichen Region Hannover direkt gewählte Bundestagsabgeordnete Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU) Ende letzter Woche im Bundestag begrüßt.

Die Idee des gemeinsamen Bundestagsbesuchs war den Neustädtern im letzten Jahr auf der Rückfahrt aus der Normandie gekommen. Bei Hoppenstedt liefen sie damit offene Türen ein. „Städtepartnerschaften können helfen, die Mentalität der Menschen zu verstehen und die europäische Freundschaft zu vertiefen“, sagte Hoppenstedt. Als ehemaliger Bürgermeister von Burgwedel habe er erlebt, wie viele private Kontakte sich aus Städtepartnerschaften ergäben. Deshalb habe er die Gruppe gern in den Bundestag eingeladen.

Nach einem Informationsvortrag auf der Besuchertribüne im Plenarsaal trafen die Gäste Hoppenstedt zum Gespräch. Der Abgeordnete gab einen Überblick über das deutsche Gesetzgebungsverfahren. Hoppenstedt erläuterte die deutsche föderale Struktur im Unterschied zu Frankreich und erklärte die Rolle des Bundesrats. Er betonte, dass die im Bundesrat vertretenen Länder andere und heterogenere Regierungskonstellationen haben, als der Bund. Die Herausforderungen die sich in der politischen Praxis daraus ergeben, konnte er aus eigener Anschauung lebhaft darstellen, denn als Staatsminister bei der Bundeskanzlerin ist Hoppenstedt auch für die Bund-Länder-Koordination zuständig.

Abschließend würdigte Hoppenstedt die guten deutsch-französischen Beziehungen. Unter Bezugnahme auf die Laudatio, die Bundeskanzlerin Merkel auf Staatspräsident Macron anlässlich der Verleihung des Karlspreises gehalten hat, bekräftigte er das Ziel eines stärkeren Europas. Angesichts der globalen Herausforderungen müssten alle Europäer zusammenarbeiten.

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