Die Perspektiven der K+S Kali GmbH in einem global schwierigen Markt und die Situation der Bergleute waren Thema des Besuchs vom CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Hendrik Hoppenstedt im Bergwerk Sigmundshall.

„Ich will mir vor Ort einen Eindruck über die harte Arbeit unter Tage machen“, erklärte Hoppenstedt. Das Gebirge ist auf der 1400m-Sohle etwa 60°C warm. Diese Hitze und der Salzstaub machen die Arbeit unter Tage besonders anstrengend. Hiervon konnte sich der Abgeordnete bei einer Grubenfahrt persönlich überzeugen. Soweit möglich, werden die Arbeitsplätze in den Führerhäusern der Maschinen gekühlt.

K+S hatte gemeinsam mit der Berliner Charité in einer Studie untersucht, wie sich die körperlichen Belastungen auf die Gesundheit der Bergleute auswirken. Es sei spezielle Arbeitskleidung getestet und spezielle Elektrolytgetränke für die Bergleute entwickelt worden, berichtete Werksleiter Burkhard Schulze. Er wies darauf hin, dass Bergleute, die mindestens 25 Jahre (300 Kalendermonate) unter Tage gearbeitet haben, bereits mit 55 Jahren aufhören könnten und bis zum Wechsel in eine andere Rente über die Knappschaft einen finanziellen Ausgleich erhielten. Finanziert werde dies durch einen deutlich höheren Arbeitgeberanteil an der Rentenversicherung. Manche Bergleute wollten aber gerne auch länger arbeiten.

„Wer körperlich hart gearbeitet und lange Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt hat, sollte auch früher in Rente gehen können“, sagte Hendrik Hoppenstedt. Dies müsse aber finanziert werden. Dies könne man aus dem Modell der knappschaftlichen Rentenversicherung im Hinblick auf die Rente mit 63 lernen.

Das Werk Sigmundshall der K+S Kali GmbH ist das letzte produzierende Kalibergwerk in Niedersachsen. Mit seinen rund 770 Beschäftigten, davon etwa 45 Auszubildende, ist es ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Bis etwa 2020 kann hier noch Salz abgebaut werden. Diskutiert wird die Wiederinbetriebnahme des Bergwerks Siegfried Giesen nördlich von Hildesheim.

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Pressemitteilung vom 24. April 2014

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