„Ohne Bürgerbeteiligung in Form eines Dialogforums gibt es keinen Bahnausbau“ sagt der CDU-Bundestagsgeordnete Dr. Hendrik Hoppenstedt nach einer Veranstaltung mit Vertretern des Bundesverkehrsministeriums, Bürgermeistern und Bürgerinitiativen zum möglichen Neubau einer Bahnstrecke in Wunstorf. „Dem Bahnaus- oder Neubau wird eine intensive Beteiligung der betroffenen Städte und Gemeinden sowie der Bürgerinnen und Bürger vorangestellt, wie es schon bei der sogenannten ‚Y-Trasse‘ der Fall gewesen ist“, so Hoppenstedt. Hintergrund der Veranstaltung ist die im aktuellen Entwurf des Bundesverkehrswegeplans enthaltene Aus- und Neubaustrecke zwischen Hannover und Bielefeld, die möglicherweise auch Wunstorf betreffen würde. Hoppenstedt hatte gemeinsam mit seinen ebenfalls vom Entwurf betroffenen Kollegen Dr. Maria Flachsbarth und Maik Beermann zu einem Gespräch mit Bürgermeister Axel Eberhardt in die Wunstorfer Abtei geladen. Dort erläuterte Enak Ferlemann, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, den aktuellen Sachstand.

Die wichtigsten Erkenntnisse fasst Hoppenstedt zusammen: „Die diskutierte Streckenführung zwischen Hannover und Bielefeld stellt lediglich eine erste Diskussionsgrundlage dar, die nicht verbindlich ist. Das Ziel der vorgeschlagenen Bahnstrecke ist eine Anpassung an den sogenannten Deutschlandtakt, der eine Fahrtzeitverkürzung auf vielbefahrenen Abschnitten vorsieht. Die Idee ist, dass alle Reisenden von einer höheren Taktung und einer verkürzten Fahrtzeit profitieren. Mit welchen baulichen Maßnahmen sich der Deutschlandtakt am sinnvollsten erreichen lässt, muss jetzt geprüft werden.“

Im nächsten Schritt muss das Bundeskabinett den Bundesverkehrswegeplan, der aktuell nur einen Entwurf darstellt, beschließen. Dies ist planmäßig im Juli vorgesehen. Der Deutsche Bundestag berät und entscheidet bis Ende 2016. Das Dialogforum soll dabei helfen, das Planungsverfahren zu ergänzen und so einen sinnvollen Trassenverlauf zu finden.

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Pressemitteilung vom 01. Juli 2016

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