Heute hat der Umweltausschuss der Region Hannover letztmalig die „Verordnung über das Naturschutzgebiet Totes Moor“ beraten. „Trotz zahlreicher offener Fragen gab es für die Verordnung gegen die Stimmen der CDU eine Mehrheit, sodass bereits im Mai eine Verabschiedung zu befürchten ist“, fasst der Wahlkreisabgeordnete Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU) zusammen.

„Anstatt jetzt im Schweinsgalopp eine nicht zu Ende gedachte Verordnung zu beschließen, sollten sich die betroffenen Akteure noch einmal zusammensetzen“, fordert der Abgeordnete in Richtung Regionspräsident Hauke Jagau. Aufgrund der großen Wellen, die der Verordnungsentwurf der Region geschlagen hatte, sei dies die logische Konsequenz. Die Liste der Kritiker ist lang: Sowohl von Anwohnern als auch von der Bundeswehr, der Stadt Wunstorf, dem Mardorfer Ortsbürgermeister, Gewerbetreibenden, CDU, FDP und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hatte es Kritik an den Plänen gegeben. Ein wesentlicher Aspekt betrifft den Flugverkehr am Fliegerhorst Wunstorf, der an das geplante Naturschutzgebiet angrenzt. Der Fliegerhorst wird seit 2009 zum größten Infrastrukturprojekt der Luftwaffe umgebaut und ist für die Landesverteidigung und Bündnisfähigkeit Deutschlands von essentieller Bedeutung. Alleine in den letzten fünf Jahren wurden mehr als 220 Mio. Euro investiert. Durch die in der Verordnung vorgesehenen Start- und Landeverbote sowie die Mindestflughöhe besteht die Gefahr, dass der Flugbetrieb mindestens stark eingeschränkt würde.

Hoppenstedt stellt sich hinter die Soldatinnen und Soldaten, deren Arbeit nicht durch eine fragwürdige Verordnung behindert werden dürfe. Zudem warnt Hoppenstedt: „Sollte die Verordnung beschlossen werden, dann ist schon jetzt mit einem langen Klageverfahren zu rechnen, mit dem letztlich niemandem geholfen ist.“

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