Ein Runder Tisch in Berlin mit den verantwortlichen Akteuren für den Bau der Ortsumgehung Wunstorf könnte das Verkehrsprojekt beschleunigen. Auf Initiative des Bundestagsabgeordneten Dr. Hendrik Hoppenstedt und des Landtagsabgeordneten Sebastian Lechner erörterten die Beteiligten, wie das für Wunstorf so wichtige Straßenbauvorhaben trotz anhängiger Klagen schneller vorangebracht werden kann.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium (BMVI), Enak Ferlemann, sagte zu, noch einmal zu prüfen, ob eine Teilrealisierung der Ortsumgehung verkehrstechnisch sinnvoll ist und der Baubeginn des westlichen Abschnittes vorgezogen werden kann. So könnten Verzögerungen bis zum Urteilsspruch des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts in Lüneburg verhindert werden. Das Ergebnis der Prüfung wird in diesem Sommer erwartet.

Hoppenstedt und Lechner zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis des Austausches: „Es ist wichtig, dass wir die seit langem geplante Umgehungsstraße zügig umsetzen. Nach dem heutigen Gespräch sind wir auf einem guten Weg.“

Hintergrund ist, dass der Planfeststellungsbeschluss für die Ortsumgehung Wunstorf weiterhin beklagt ist, so dass nach Auffassung des BMVI und der niedersächsischen Straßenbaubehörde noch keine vorzeitige Baufreigabe erteilt werden kann. Aus Sicht von Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt, der ebenfalls nach Berlin gereist war, könnte aber bereits mit einer Teilrealisierung der Ortsumgehung begonnen werden.

Das Land Niedersachsen hat in Kooperation mit der Stadt Wunstorf bereits mit der Bauausführungsplanung begonnen. Die bauvorbereitenden Maßnahmen sollen bis 2021 abgeschlossen sein. Danach könnte die bauliche Realisierung des Vorhabens starten.

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