Als eine „gute Entscheidung, die ich unterstütze“ bezeichnete der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hendrik Hoppenstedt die heute bekannt gegebene Empfehlung des Dialogforums Schiene Nord, anstelle des Neubaus der sogenannten Y-Trasse auf den Ausbau der Bestandsstrecken zu setzen. Die Y-Trasse hätte vor allen Dingen große Belastungen für die Wedemark bedeutet. Eine dann zusätzlich notwendige Trasse, die als Verbindung zwischen dem „Y“ und dem Mega-Hub Lehrte durch Isernhagen, Burgwedel, und Burgdorf hätte gebaut werden sollen, ist damit auch vom Tisch. Die Planungen dazu hatten bei den Bürgerinnen und Bürgern der betroffenen Kommunen zu erheblichen Sorgen geführt.

Gleichzeitig werden nun an den Strecken Verden – Wunstorf sowie Celle – Lehrte mehr Signalanlagen errichtet, um zusätzliche Durchfahrten von Güterzügen zu ermöglichen. Das bedeutet mehr Verkehr für Burgdorf und Wunstorf. Da bis 2020 alle Güterwaggons umgerüstet sein werden, kann mit einer signifikanten Lärmreduzierung um sieben bis zehn Dezibel pro Zug gerechnet werden. Insofern bedeuten mehr Züge nicht automatisch höhere Lärmemissionen.

„Darüber hinaus werde ich mich dafür einsetzen, dass wir alle Möglichkeiten für weitere Lärmschutzmaßnahmen in Burgdorf und Wunstorf umfänglich ausschöpfen. Besonders wichtig ist aber, dass wir aufgrund der höheren Zugfrequenzen befriedigende Lösungen für Gleisquerungen finden müssen. Es kann nicht sein, dass nun die Schranken noch länger unten sind als ohnehin schon. Für Wunstorf ist deshalb auch die Realisierung der Nordumgehung so wichtig, weil dort Gleisquerungen schon mustergültig eingeplant sind“, so Hoppenstedt.

Nach mehr als 20 Jahren rückt nun eine bessere Anbindung der Seehäfen Hamburg, Bremen und Wilhelmshaven in greifbare Nähe, ohne die gesamten Verkehre durch die Region Hannover zu leiten. Hoppenstedt ist zuversichtlich, dass sich das Bundesverkehrsministerium der rechtlich betrachtet unverbindlichen Empfehlung des Dialogforums anschließt und die sogenannte Alpha-Variante in den Bundesverkehrswegeplan aufnimmt: „Das Dialogforum wurde ins Leben gerufen, um eine praktikable Lösung mit der größtmöglichen Akzeptanz in der Bevölkerung zu finden. Nun sollte nicht länger über weitere Alternativen diskutiert, sondern mit der Planung begonnen werden.“ Aufgrund der Einbeziehung von Vertretern aus den betroffenen Kommunen und Landkreisen, Umwelt- und Verkehrsverbänden, Bürgerinitiativen sowie Wirtschaftsvertretern sieht Hoppenstedt einen großen Rückhalt für diese Variante.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Zugeordnete Dokumente

Pressemitteilung vom 5. November 2015

125 KB