Um sich über die Technik von Erdkabeln zu informieren, besichtigte der Bundestagsabgeordnete Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU) das Nexans-Werk, ehemals kabelmetal, in Hannover. Hintergrund seines Besuchs sind die parlamentarischen Beratungen über den Gesetzentwurf zur Änderung von Bestimmungen des Energieleitungsbaus.

„Ich wollte mir persönlich einen Eindruck von den technischen Möglichkeiten der Erdverkabelung verschaffen, bevor ich über das Gesetz abstimme“, erklärte der Abgeordnete. Deutschland sei auf eine verlässliche Stromversorgung angewiesen. Dies setze den Einsatz zuverlässiger, technisch ausgereifter Leitungen voraus.

Das Unternehmen Nexans ist Mitglied von Europacable. In diesem 1991 gegründeten Verband sind ca. 85 % der europäischen Draht- und Kabelhersteller organisiert. Das ihm von Nexans präsentierte Europacable-Konzept zur Teilverkabelung von Stromleitungen sei plausibel. „Wenn wir den Zeitplan des Atomausstiegs einhalten wollen, müssen wir auf Teilverkabelung des SuedLinks setzen“, betonte der Abgeordnete. „Die zu erwartenden Mehrkosten müssen akzeptiert werden, zumal sie im Verhältnis zu den Gesamtkosten der Energiewende nicht übermäßig ins Gewicht fallen. Schwieriger sind die begrenzten Produktionskapazitäten, die den Zeitplan des Leitungsausbaus gefährden können.“

Hoppenstedt bekräftigte seine Forderung, die Möglichkeit der Teilverkabelung im Ballungsraum Hannover zu nutzen: „Nur so können die hier ansonsten entstehenden Konflikte gelöst werden.“ Die gesetzlichen Kriterien, bei deren Erfüllung verkabelt werden kann, müssten ausgeweitet werden. Der bisherige Gesetzentwurf aus dem Hause von SPD-Chef Gabriel reiche nicht aus. Er werde sich in den parlamentarischen Beratungen zum Energieleitungsbau für Verbesserungen einsetzen, sagte Hoppenstedt.

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Pressemitteilung vom 17. Juni 2015

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