Nach fünf Wochen Praktikum im Berliner Abgeordnetenbüro von Dr. Hendrik Hoppenstedt berichtet Phillipp Mühl von seinen gesammelten Erfahrungen:

In den letzten fünf Wochen durfte ich die Abläufe und Vorgänge der parlamentarischen Arbeit im Bundestag bei meinem Wahlkreisabgeordneten Dr. Hendrik Hoppenstedt in Berlin kennenlernen.

Von Anfang an fühlte ich mich im Büro mit seinen drei Mitarbeiten sehr gut aufgenommen. Mir wurden diverse Aufgaben zugeteilt, wie etwa Recherchen zu aktuellen Debatten und künftigen Themen, wodurch ich mich sogleich als Teil des Teams fühlen durfte.

Im Büro, als Gast im Plenum, den Ausschüssen und Arbeitsgruppen sowie im Rahmen des umfangreichen Praktikantenprogrammes der Unionsfraktion wurde mir die politische Arbeit nicht nur sehr nahe gebracht, sondern ich wurde oftmals eingeladen, mitzumachen und zu diskutieren.

Ich konnte täglich hautnah im Berliner Politikbetrieb sein und mir wurde erstmals klar, wie viel Arbeit auf einen Abgeordneten zukommt und wie viel Engagement dieses Mandat voraussetzt. Es stehen nicht nur inhaltliche Debatten in Fachausschüssen an, auf die sich der Abgeordnete intensiv vorbereiten muss. Es gilt ebenso, Bürgerinnen und Bürger aus dem Wahlkreis Rede und Antwort zu stehen, auf ihre Bedürfnisse einzugehen, den ständigen Kontakt aufrecht zu halten und Termine wahrzunehmen, in denen durch Informationsaustausch mit verschiedensten Interessengruppen ein vernünftiger Kompromiss bei der Entscheidungsfindung erreicht werden kann.

Begleitet wurde mein Praktikum von einem unfassbar umfangreichen Programm der Unionsfraktion, bei dem neben Führungen in beispielsweise Bundesrat, ARD, ZDF und Gedenkstätten höchstinteressante Diskussionsrunden mit verschiedensten Experten aus obersten Politikkreisen stattfanden.

Zu diesen Veranstaltungen gehörten beispielsweise Treffen mit dem Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière und dem Bundesfinanzminister Dr. Wolfang Schäuble. Sie nahmen sich jeweils über eine Stunde Zeit, um alle möglichen Fragen von uns Praktikanten zu beantworten, egal wie kritisch oder umfangreich sie auch waren.

Mich hat hierbei beeindruckt, wie viel Menschlichkeit selbst ranghöchste Politiker besitzen. Das ist eventuell nicht immer der Eindruck, den man aus dem Fernsehen gewinnt.

Als die verschiedensten Diskussionsteilnehmer auf unsere Fragen eingehen mussten und zu argumentieren hatten, konnte man an ihrem Argumentationsgang erkennen, mit wie vielen eventuellen Auswirkungen und Meinungen sie sich auseinander gesetzt haben. Ihre Entscheidungen sind sehr wohl bedacht und es ist nicht etwa so, dass sie gegen alle Widerstände und ohne Reflexion getroffen würden. Auch das erkennt man zunächst nur weniger, wenn man Debatten aus der Ferne verfolgt.

Es ist schade, dass die Zeit meines Praktikums nun schon vorüber ist. Ich konnte sehr viel mitnehmen von hier. Ein vertieftes Verständnis von demokratischen Abläufen, von der Arbeitsweise unserer Abgeordneten, von Vorgängen der Meinungsbildung, von dem unfassbaren Komplex unseres Parlamentes, von sachlichen Auseinandersetzungen und nicht zuletzt habe ich die Erkenntnis gewonnen:

Unsere Politiker sind genauso Menschen, wie Du und ich.

Vielen Dank, für diese Möglichkeit Herr Dr. Hoppenstedt.

Philipp Mühl

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