Der beim Energiegipfel Anfang Juli beschlossene Vorrang der Erdverkabelung bei neuen Gleichstromtrassen erfordert die Neuplanung des SuedLinks. Hierauf hat heute der Übertragungsnetzbetreiber TenneT hingewiesen.

„Die erforderliche Neuplanung muss dazu genutzt werden, einen für Mensch und Umwelt gut verträglichen Trassenkorridor zu finden“, fordert der Bundestagsabgeordnete Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU). „Ich hoffe, dass die Gleichstromtrasse nun generell um Ballungsräume herum geleitet wird und der Raum Hannover damit aus dem Rennen ist.“ Falls das nicht so sein sollte und die Trasse auch nach Neuplanung durch den Ballungsraum Hannover verlaufe, müsse vollständig erdverkabelt werden, sagte Hoppenstedt.

Weil der Gesetzentwurf aus dem Hause des Bundeswirtschaftsministers Sigmar Gabriel (SPD) noch den Vorrang für Freileitungen enthält, kann TenneT auf dieser Grundlage nicht planen. „Gabriel muss seinen Gesetzentwurf unverzüglich überarbeiten und dem Deutschen Bundestag zur Abstimmung vorlegen“, fordert Hoppenstedt. Damit das Projekt nicht unnötig verzögert werde, seien klare rechtliche Vorgaben für die Planungen erforderlich. Je mehr die Fertigstellung des SuedLinks nach hinten rücke, umso teurer drohe die Energiewende zu werden. „Im Interesse der Bezahlbarkeit von Strom muss SuedLink zügig fertiggestellt werden“, erklärte Hoppenstedt abschließend.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Zugeordnete Dokumente

Pressemitteilung vom 28. Juli 2015

42 KB