Bei der zweiten und abschließenden Beratung über den Grünen-Antrag zum Angehörigenschmerzensgeld hat Dr. Hendrik Hoppenstedt den Bundesjustizminister Heiko Maas kritisiert. Dieser hat drei Jahre gebraucht, um einen Vorschlag für eine gesetzliche Regelung zu erarbeiten. Dabei hatten sich die Koalitionsfraktionen bereits im Herbst 2015 über die Grundzüge einer Regelung verständigt.

Der Antrag der Grünen zeigt, dass sich die Opposition dem Vorhaben der Koalition anschließt. Das lässt eine überwältigende Zustimmung im Deutschen Bundestag zur Einführung des Angehörigenschmerzensgeldanspruchs erwarten. Den Schmerz beim Verlust eines nahen Angehörigen wird man zwar niemals mit Geld ausgleichen können. Es geht vielmehr um einen symbolischen Ausgleich des Trauerschmerzes. Das ist auch ein Zeichen der Solidarität der Rechtsgemeinschaft mit den Hinterbliebenen.

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