Vor einem halben Jahr begann für die 16-jährige Schülerin Laura Battermann ihr Austauschjahr in den Vereinigten Staaten von Amerika. Ihr Bundestagsabgeordneter Dr. Hendrik Hoppenstedt hatte sich im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programmes (PPP) dazu entschieden, die junge Schülerin aus Großenheidorn, sozusagen als "Pate" in die USA zu schicken. Beim PPP leben die Stipendiaten ein Jahr lang bei einer Gastfamilie in den USA, besuchen die Schule, absolvieren Praktika in Betrieben und sind eine Art junge Botschafter, die die politischen und kulturellen Werte der Bundesrepublik vermitteln.

Seit Beginn ihres Austauschprogramms haben sich die Stipendiatin und ihr Abgeordneter regelmäßig auf dem Laufenden gehalten. In einer aktuellen E-Mail an Hendrik Hoppenstedt zieht Laura Battermann eine Halbzeitbilanz und berichtet, was sie in den ersten sechs Monaten schon alles erlebt hat:

Mein Auslandsjahr ist soweit sehr gut verlaufen. Zu Beginn bin ich auf eine Schule gegangen, die überwiegend online Unterricht angeboten hat. Damit bin ich leider aber nicht so gut zurechtgekommen und ich habe Kopfschmerzen davon bekommen. Mein Local Coordinator hat mir dann sofort geholfen und hat eine andere Schule für mich gefunden auf der es mir gut gefällt. Ein normaler Schultag sieht für mich wie folgt aus. Wir fahren um 6:45 von Zuhause weg, mein Gastvater bringt mich dann zur Bushaltestelle für den typischen gelben Schulbus, mit dem ich dann zur Schule fahre. Meine erste Stunde beginnt um 7.37 mit der täglichen Ansage und dem pledge of allegiance. Im letzten Semester habe ich sechs Fächer belegt und eine Stunde Study Hall beispielsweise für Hausaufgaben. Dieses Semester habe ich nur vier Fächer, zwei Stunden Study Hall und eine Stunde in der ich einer Lehrerin an meiner Schule helfe. Schule endet für mich um 15.00, aber ich bin im Track Team, deshalb bleibe ich meistens bis 17.30 oder 17.45 in der Schule.

An manchen Tagen gehe ich noch mit meiner Gastschwester oder meinem Gastvater ins Fitnessstudio, für Zumba oder um einfach ganz normal zu trainieren. Außerdem spiele ich Fußball außerhalb der Schule für AYSO. In der Woche bleibt da leider nicht so viel Zeit für Freunde außerhalb der Schule. An den Wochenenden unternehme ich meistens etwas mit meinen Freunden oder meiner Gastfamilie. Ich teile viele Hobbies mit meiner Gastfamilie, die mich wie ein normales Familienmitglied behandelt. Wir gehen gemeinsam wandern, schauen uns Filme an, und meine Gastmutter kocht und backt gerne, genauso wie ich. Sonntags gehen wir gewöhnlicher Weise zur Kirche. Der Gottesdienst ist anders als ich es gewöhnt war, mehr Gesang und mehr jüngere Leute, die zur Kirche kommen. Wir haben viele tolle Sachen gemeinsam unternommen. Wir waren zum Beispiel auf dem Zozobra Festival in Santa Fe, wir haben auf der Balloon Fiesta in Albuquerque einem Ballon Team geholfen, haben mit der ganzen Familie Thanksgiving und Weihnachten gefeiert, und sind nach Las Vegas und zum Grand Canyon gefahren, und vieles vieles mehr.

Ich bin sehr dankbar für all die Erinnerungen, die ich mit meiner Gastfamilie und meinen Freunden bisher machen konnte und ich hoffe, es kommen noch viele schöne Erinnerungen hinzu. Ich habe hier außerdem viel Neues dazu gelernt nicht nur über mich, sondern auch neue Fertigkeiten. Meine Gastmutter hat mir beispielsweise beigebracht zu stricken. Eine gute Kommunikation mit der Gastfamilie und dem Local Coordinator macht das Auslandsjahr um einiges einfacher. Das Parlamentarische Patenschafts-Programm hat mir eine große Chance gegeben und ich bin sehr dankbar für diese Chance.

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