Im Rahmen eines Gemeindebesuchs in der Wedemark haben der Bundestagsabgeordnete Dr. Hendrik Hoppenstedt und Bürgermeister Helge Zychlinski über die geplante SuedLink-Stromtrasse gesprochen. Für Diskussionen und Besorgnis bei den Anwohnern sorgt derzeit ein von Übertragungsnetzbetreiber TenneT vorgeschlagener Trassenverlauf durch Garbsen und die Wedemark – die sogenannte Variante 091.

Einig waren sich beide Politiker, dass der Bau der SuedLink-Trasse zwingend notwendig sei. Über die Sinnhaftigkeit von einzelnen Trassenverlaufsvorschlägen wie etwa der Variante 091 müsse man jedoch diskutieren.


Gleichzeitig machte Hoppenstedt nochmal ausdrücklich klar, dass das Verfahren sich noch in einem sehr frühen Stadium befinde und deshalb kein Grund zur Panik bestehe. „Voraussichtlich noch in diesem Jahr wird TenneT bei der Bundesnetzagentur einen Antrag auf Bundesfachplanung stellen, der einen Vorschlag für den beabsichtigten Verlauf des Trassenkorridors sowie eine Darlegung der in Frage kommenden Alternativen enthalten wird. Die Bundesnetzagentur ist an die Vorschläge TenneTs jedoch nicht gebunden, sodass damit keine Vorfestlegung auf bestimmte Trassenverläufe verbunden ist“, so Hoppenstedt.

Im Anschluss daran habe die Bundesnetzagentur unverzüglich eine öffentliche Antragskonferenz durchzuführen, die bei längeren Abschnitten oder bei längeren Vorhaben voraussichtlich auf mehrere Antragskonferenzen verteilt wird, um so die öffentliche Beteiligung zu erhöhen. Diese Antragskonferenzen dienten lediglich der Erörterung des Untersuchungsrahmens für die Bundesfachplanung, sodass auch in diesem Schritt noch keine Festlegung auf konkrete Trassenkorridore geschehe, wie der Bundestagsabgeordnete erläuterte.

Hoppenstedt wies darauf hin, dass die Gemeinde Wedemark ihre Bedenken im Rahmen der Antragskonferenzen artikulieren müsse und bot seine Unterstützung an: „Ich bin mir sicher, dass die Gemeinde ihr Fachwissen in die anstehenden Gespräche gewinnbringend einfließen lassen wird. Dabei kann Bürgermeister Zychlinski natürlich auf meine Hilfe zählen.“

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