„TenneT plant den Antrag auf Bundesfachplanung für die Gleichstromleitung SuedLink Ende dieses Jahres zu stellen“, sagte der hiesige Bundestagsabgeordnete nach einem Gespräch mit dem Übertragungsnetzbetreiber. „Nachdem der Bundestag dies Ende letzten Jahres ermöglicht hat, will TenneT den SuedLink nun vollständig unter der Erde verlegen.“ Im besten Fall rechne TenneT mit einem Baubeginn im Jahr 2021.
„Da Hannover auf einer gedachten Luftlinie zwischen Anfangs- und Endpunkten der Stromtrasse von Brunsbüttel nach Großgartach bzw. Wilster nach Grafenrheinfeld liegt, war es nicht überraschend, dass die Region Hannover auch von der neuen Planung betroffen ist. Es ist schon ein Erfolg, dass die neue östliche Alternative weiter in Richtung Ostern gewandert ist und vor allem Burgdorf entlastet,“ erklärte Hoppenstedt. Nach einer ersten Sichtung erscheint dem Abgeordneten diese Alternative geeigneter als die westliche, die zum Teil an dichten Siedlungsgebieten in Neustadt, Garbsen und Wunstorf vorbeilaufen würden.
Der Stromnetzbetreiber habe mögliche Korridore durch ein Fachplanungsbüro identifizieren lassen. Diese Grobplanung solle jetzt im Dialog mit der Öffentlichkeit optimiert werden, so der Abgeordnete weiter. „Da bei einer reinen Erdverkabelung andere Kriterien gelten, z.B. Bodenbeschaffenheit, werden jetzt andere Trassenkorridore vorgeschlagen, die westlich oder östlich an Hannover vorbeiführen würden.“
Ab heute sind die Korridorvorschläge im Internet abrufbar (www.tennet.eu/de/unser-netz/onshore-projekte-deutschland/suedlink/). Hoppenstedt: „Diese Information eröffnet die Möglichkeit, auf die Planung Einfluss zu nehmen. Kein Planer kennt die konkrete Situation vor Ort so gut wie die Menschen, für die es die Heimat ist. Ich rufe alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich die Planungen anzusehen und Bedenken und Vorschläge einzubringen.“ Hoppenstedt erklärte, dass er sich für eine Mensch und Umwelt möglichst schonende Trassenführung einsetzen werde.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag