Als „versuchte Volksverdummung“ und „Wahlkampfgetöse“ bezeichnete der Bundestagsabgeordnete Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU) die Behauptung der Isernhagener Grünen, der Stromnetzausbau sei unnötig.

Der grüne Ortsverband Isernhagen setze sich in Widerspruch zur Haltung der Grünen im Bund und in den Ländern, so Hoppenstedt. „Im Bundestag erklären die Grünen, der Netzausbau sei zwingend erforderlich, aber wenn es vor Ort konkret wird, ducken sie sich weg. Statt gegen Vorhaben zu schießen, die für die Energiewende zwingend notwendig sind, verweigern sich die Isernhagener Grünen den Realitäten.“

Eine rein dezentrale Stromversorgung sei derzeit noch reines Wunschdenken. „Leider ist die Energiespeichertechnik noch nicht so weit, dass der Strom aus Sonne und Wind sinnvoll an Ort und Stelle gespeichert werden könnte und damit die Stromtrassen entbehrlich wären“, sagte der Abgeordnete.

Früher seien Kraftwerke grundsätzlich nahe der Regionen errichtet worden, in denen der Strom verbraucht wurde (z.B. Kohlekraftwerke im Ruhrgebiet oder Kernkraftwerke in der Nähe von Industrieansiedlungen im Süden Deutschlands). Das Stromnetz sei demnach entstanden, als eine lastnahe, nachfrageabhängige Stromversorgung erfolgte. Mit der zunehmenden Nutzung wetterabhängiger Erneuerbarer Energien wie Wind und Solarenergie, ändere sich dies fundamental. „Die Windkraft-anlagen werden sinnvollerweise da gebaut, wo der Wind weht“, sagte Hoppenstedt. „Aufgrund dieser Entkoppelung von Erzeugungs- und Verbrauchsschwerpunkten besteht das Erfordernis, den Strom über weite Strecken auch bis in den Süden Deutschlands zu transportieren.“

Hoppenstedt rief erneut dazu auf, das SuedLink-Verfahren von Beginn an konstruktiv zu begleiten und nicht nach dem St.-Florians-Prinzip zu agieren.

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Pressemitteilung vom 22. April 2014

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