Mit 52 Schülerinnen und Schülern des Wunstorfer Hölty Gymnasiums hat sich der Bundestagsabgeordnete Dr. Hendrik Hoppenstedt (CDU) zu einem Gespräch im Berliner Reichstag getroffen. Die beiden zehnten Klassen waren mit ihren Lehrkräften auf einer zweitägigen Klassenfahrt in Berlin unterwegs und nutzten die Gelegenheit, um mit ihrem Wahlkreisabgeordneten eine Stunde lang über aktuelle politische Themen zu diskutieren.

Ein besonderes Interesse hatten die Schülerinnen und Schüler am vieldiskutierten Freihandelsabkommen „TTIP“, über das derzeit zwischen der EU und den USA verhandelt wird. Sie verbanden mit dem Freihandelsabkommen in erster Linie eine mögliche Absenkung der europäischen Verbraucherschutz- und Umweltstandards, die vielfach von TTIP-Gegnern heraufbeschworen wird. Wie simpel, aber auch effektiv diese funktioniert, zeigte Hoppenstedt am Beispiel der angeblichen Geheimdokument-Enthüllungen durch Greenpeace vor wenigen Wochen, als alte Positionspapiere beider Verhandlungsseiten veröffentlicht und als schon ausverhandelte Vertragsinhalte präsentiert wurden. Da es viele solcher Beispiele gebe, findet es der Abgeordnete nachvollziehbar, dass die Skepsis gegenüber TTIP groß ist. Im Gespräch mit den Schulklassen war es Hoppenstedt deshalb wichtig, sachlich zu diskutieren und aufzuklären, was Freihandelsabkommen eigentlich sind und wozu diese dienen. Auf die Frage, ob er für ein solches Abkommen stimmen würde, entgegnete Hoppenstedt, dass er das erst beurteilen kann, wenn der fertig ausverhandelte Vertrag vorliegt.

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Pressemitteilung vom 9. Juni 2016

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